Alternative Datenbanken mit approbierten Psychotherapeuten

Nur Psychologische Psychotherapeuten und deren Pendent, die Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeuten haben eine staatliche Zulassung (Approbation), die belegt, dass sie Psychotherapie über drei bzw. fünf Jahre an einem zugelassenen Ausbildungsinstitut studiert haben.

Nur diese Sorte Therapeuten ist in der psychotherapeutensuche.de zu finden. Da unsere Datenbank leider noch nicht vollständig ist, sollten Sie auch eine Suche in den Datenbanken der Psychotherapeutenkammern und der Kassenärztlichen Vereinigungen Ihres Bundeslandes in Betracht ziehen. Diese Datenbanken sind leider alle nicht von Google zu finden,  unterschiedlich aufgebaut und zu bedienen. Beachten Sie, dass nur die Kollegen, die sich ausdrücklich um einen Eintrag gekümmert haben, in diesen Verzeichnissen zu finden sind. Daher sind die Verzeichnisse der Psychotherapeutenkammern sehr lückenhaft und oft nicht aktuell. 

Hier ist die Übersicht der Bundespsychotherapeutenkammer:

https://www.bptk.de/service/therapeutensuche.html

Hier ist die Übersicht der Bundesärztekammer:

http://www.kbv.de/html/arztsuche.php

Die Liste der Kassenärztichen Vereinigungen sind zwar immer aktuell und vollständig. Aber in Bezug auf die Psychotherapie bieten sie lediglich eine Information über die Adresse und die Kontaktdaten. Auch sind die Datenbanken für Laien kompliziert zu bedienen. Das wichtigste Manko ist aber, dass nur die Psychotherapeuten mit Kassenzulassung eingetragen sind. Die Psychotherapeuten mit Privatpraxen finden Sie dann wieder nur in den anderen Datenbanken.

Wie suche ich richtig?

Es gibt in der Psychotherapie zwei Sorten von Themen:

1. Solche, die plötzlich sehr dringend werden - und

2. Solche, die sich langsam und über Jahre aufbauen

Die Probleme, die plötzlich dringlich werden haben oft einen konkreten Anlaß: Trennungen, Unfälle, Überfälle, Mißbrauch, Jobverlust und ähnliches. Dies sind Probleme, mit denen Sie am besten direkt versuchen, einen Termin für eine Psychotherapeutische Sprechstunde zu bekommen. Alle Psychotherapeuten mit Kassenzulassung müssen pro Woche mindestens einen solchen Termin bereit halten und vergeben. Nicht selten wird dann eine Akuttherapie verordnet und manchmal auch direkt durchgeführt. Termine vermittelt die Kassenärztliche Vereinigung Ihres Bundeslandes oder Sie telefonieren sich selbst durch die Liste, weil viele Psychotherapeutinnen ihre Termine lieber selbst verwalten. 

Die andere Sorte Probleme sind zumeist allgemein gut bekannt: Angst, Antriebslosigkeit, Orientierungslosigkeit im Leben, Suchtprobleme, Depressionen, burn-out und vieles mehr. Eine gute Übersicht findet sich hier. Wenn Sie bei sich ein solches Thema entdecken, von dem Sie schon wissen, dass viele andere Menschen es auch haben, dann sollten Sie pragmatisch sein:

Allgemein häufige Probleme wie Ängste, Depressionen und burn-out behandeln letztlich alle Psychotherapeutinnen gleichermaßen. Beginnen Sie daher bei der Suche mit der Umkreissuche. Geben Sie Ihren Wohnort ein und arbeiten Sie sich einfach durch. Anrufen und / oder E-Mail schreiben. Schreiben Sie genau auf, wen Sie wann mit welcher Auskunft angerufen haben (Dokumentationsbogen). Lassen Sie sich immer auf die Warteliste setzen, falls es eine gibt.

Die dritte Sorte Probleme sind diejenigen, für die man am besten einen Spezialisten aufsucht: Ess-Störungen, Zwangserkrankungen, Störungen im Zusammenhang mit Sexualität und Geschlechtsidentität, komplexe und lang andauernde traumatische Erfahrungen und vieles mehr. Diejenigen, die das betrifft, die wissen das dann schon selbst. Hier sollte man über die Stichwortsuche anfangen und dann eingrenzen, welche Psychotherapeuten einigermaßen in der Nähe wohnen und sich dann auf die Warteliste setzen. Auch Selbsthilfegruppen haben oft Listen mit Spezialisten. Eine längere Anfahrt und ein längeres Warten ist dann sicher angebracht, aber erst, wenn Sie nach einem ersten Gespräch schon wissen, auf wen Sie da warten. Die Suche nach dem richtigen Therapieplatz, nach dem Menschen der Ihnen wirklich hilft, kann manchmal sehr langwierig und schwer sein. Geben Sie nicht auf!

Behandlung an einem Ausbildungsinstitut

Eine oft übersehene Möglichkeit, relativ schnell an einen Therapieplatz zu kommen, besteht in der Behandlung an einem Ausbildungsinstitut. 

Bekanntlich ist die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten bzw. Kinder- und Jugendlichen Therapeuten umfassend und langwierig. Am Ende der Ausbildung muss jeder Ausbildungskanditat 600 (sechshundert) Therapiestunden unter sorgfältiger Supervision eines Ausbildungstherapeuten ableisten. 

Wenn Sie als Patient Interesse an dieser Möglichkeit haben, dann melden Sie sich beim Sekretatiat des betreffenden Instituts.

Alternative Suchmaschinen

Selbst google.com ist nicht die einzige Suchmaschine der Welt und vielleicht auch nicht die beste. Es gibt Alternativen. Aber google.com ist immerhin ein wenig bekannter als die psychotherapeutensuche.de, aber das kann sich ja noch ändern. Deshalb ist es nur fair, hier auch darauf hinzuweisen, dass es gewiss sinnvoll ist, alle Möglichkeiten des Internets auszuschöpfen. 

Weil unsere psychotherapeutensuche.de noch lange nicht alle psychotherapeutischen Praxen in der BRD auflistet, müssen folgende Suchmaschinen unbedingt erwähnt werden: 

Alle kassenzugelassenen Psychotherapeuten werden in sehr aktuellen Verzeichnissen der jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigungen der Bundesländer geführt. Hier ist der Link zu der bundesweiten Übersicht, den leider kaum jemand kennt. Die Suchmaschinen der Kassenärztlichen Vereinigungen sind, je nach Bundesland, unterschiedlich und auch nicht immer gut zu bedienen, wenn es darum geht, Psychologische Psychotherapeuten oder Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeuten herauszufiltern. Warum auch immer, google findet die Verzeichnisse der Kassenärztlichen Vereinigungen nicht. Das liegt sicher nicht daran, dass diese (staatlichen) Institution nicht das Geld oder die Fachleute haben, um dafür zu sorgen dass das klappt.

Weitere Verzeichnisse finden sich bei den Psychotherapeutenkammern der Bundesländer. Das sind auch staatliche Institutionen, auch wenn sie von den Beiträgen der niedergelassenen Psychotherapeuten bezahlt werden. Die bundesweite Übersicht finden Sie hier. Auch hier gilt das Gleiche, wie für die Suchmaschinen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung: sehr unterschiedlich in der Qualität und der Bedienbarkeit sowie - mit der rühmlichen Ausnahme von psyinfo.de - nicht gut im Internet zu finden.